Über mich...

Ich bin Anabel Sophie Klaus und komme aus München.

Von klein auf wurde ich durch meine Eltern, die beide selbst professionelle Musiker sind, intensiv musikalisch gefördert. In meiner Kindheit habe ich sowohl dem Gesang als auch dem Violoncellospiel viel Zeit gewidmet. In der städtischen Sing- und Musikschule München erhielt ich also nicht nur meinen ersten Cellounterricht sondern auch Stimmbildung. Ich besuchte einige Jugendchören und Kinderorchester bis ich auf das musische Pestalozzi-Gymnasium kam, wo ich von der breitfächrigen musikalischen Ausbildung profitieren konnte. 
 

Mit dem Jugendorchester meiner Schule durfte ich zum ersten mal als Solistin mit einem Orchester auftreten und gemeinsame Projekte mit den Münchner Symphonikern durchführen. Durch den Instrumentalunterricht am Gymnasium konnte ich außerdem Klavier- und Gitarrenunterricht nehmen. Zusätzlich konnte ich selbst erste Erfahrungen am Unterrichten sammeln, da ich als Dozentin für die jüngeren Schüler*innen eingesetzt wurde und erste eigene Schüler*innen betreute.

 

Obwohl ich sowohl mit dem Cello als auch mit dem Gesang mehrere Wettbewerbe gewann, begann ich mich zunehmend auf das Instrumentale zu konzentrieren. Von der Musikschule wechselte ich mit dem Cellounterricht damals zum ehemaligen Solocellisten des Rundfunkorchesters Edgar Gredler, wodurch sich der Fokus weiter auf das Cello legte. Trotzdem gab es immer wieder Phasen in meinem Leben, in denen ich mich auch dem Gesang wieder intensiver widmete. So wirkte ich zum Beispiel ein Jahr lang an mehreren Aufführungen des Jugendtheaters am Gärtnerplatz mit. In den letzten Jahren meiner Schulzeit hatte ich Cellounterricht bei Stephan Haack, dem Solocellisten der Münchner Philharmoniker. Er bereitete mich auch auf die Aufnahmeprüfungen bis zum Beginn meines Studiums vor. 

Sophie Klaus Cello Cellist München biografie detmold

Direkt nach meinem Abitur im Jahre 2014 begann ich mein künstlerisches Bachelor Studium an der Hochschule für Musik Detmold in der Klasse von Professor Alexander Gebert. Durch einen Erasmus Aufenthalt im Jahr 2017/18 konnte ich außerdem an der Kammermusikakademie Edsberg des Royal College of Music in Stockholm studieren. Dort erhielt ich Unterricht von Jakob Koranyi, Mats Zetterqvist und Torleif Thedeen. Zurück in Detmold, schloss ich meinen Bachelor im Februar 2019 ab.. Während meiner Zeit in Detmold unterrichtete ich die Celloklasse an der Musikschule Schieder-Schwalenberg. 

Im gleichen Jahr bestand ich die Aufnahmeprüfung an der Guildhall School of Music and Drama in London und wurde mit dem "Child Memorial" Stipendium ausgezeichnet, welches mir ein Studium an dem College ermöglichte. Meine dortige Professorin Louise Hopkins hatte ich bereits ein paar Jahre zuvor auf einem Meisterkurs kennen gelernt. Leider musste ich im Frühjahr 2020 auf Grund der Pandemie mein Studium in London unterbrechen. Da ich nicht wusste, inwiefern ich in London weiterstudieren würde, bewarb ich mich im Sommer für einen Master der Musikwissenschaften an der LMU München. Erfreulicherweise konnte ich bei meiner Rückkehr nach London im Frühjahr 2021 beide Studiengänge parallel weiterführen. 

Im Juni 2021 schloss ich meinen einjährigen Masterstudiengang an der Guildhall School of Music and Drama mit Auszeichnung ab. Während meiner Zeit in London konnte ich mich durch das große Nebenfächerangebot der Hochschule zum ersten Mal auch dem Spiel historischer Instrumente 

widmen. Seitdem hört man mich auch immer mal wieder auf Darmsaiten spielen! 

Durch meine breite musikalische Ausbildung haben sich bei mir in den vergangenen Jahren mehrere große Interessensfelder und Standbeine ergeben. Neben dem künstlerischen Aktivitäten als Cellistin und Kammermusikerin unterrichte ich auch leidenschaftlich gerne. Meine wissenschaftlichen Interessen in der Musik beziehen sich in erster Linie auf weniger bekannte Komponist*innen, die auf Grund ihres Geschlechts, Sexualität, Herkunft, Religion oder Hautfarbe nicht die Anerkennung bekamen und bekommen, die Ihnen zustünde. Insbesondere mit der Salonkultur des 19. Jahrhunderts habe ich mich in den vergangenen Jahren intensiv beschäftigt.